Gamestop meldet einen Verlust von 488,6 Millionen Dollar im dritten Quartal

Gamestop hat seinen Finanzbericht für das am 3. November endende Quartal veröffentlicht, und es sieht nicht gut aus im Land der großen Spieleläden. Das Unternehmen meldete einen Nettoverlust von 488,6 Millionen Dollar.

Wie IGN berichtet, gingen die Verkäufe von Gebrauchtspielen, die einen großen Teil der Einnahmen von Gamestop ausmachen, im Vergleich zu den vorherigen Quartalen um 13,4 % zurück. In anderen Bereichen sah es jedoch insgesamt besser aus. Der Verkauf neuer Hardware stieg um 12,8 % und der Verkauf von Software um 10,9 %. Auch das Zubehör verzeichnete einen Anstieg um 32,6 %.

Starke Leistungen von wirklich beliebten Titeln wie Red Dead Redemption 2 und Marvel’s Spider-Man haben definitiv dazu beigetragen, die Probleme abzufedern, aber kontrovers diskutierte Spiele wie Fallout 76 haben der Sache nicht wirklich geholfen.

Die Software-Verkäufe profitierten vor allem von einem überzeugenden Titel-Line-up im Vergleich zum Vorjahr, einschließlich der Stärke von Red Dead Redemption 2 und Spider-Man sowie dem früheren Start von Call of Duty im Vergleich zum Vorjahr.    Wir sind besonders erfreut über unsere Leistung im Oktober, einem Monat, in dem die NPD Group bekannt gab, dass die physische Videospielindustrie in den USA um 46 % wuchs, während unser Umsatz mit physischen Videospielen in den USA die Industrie übertraf und um 63 % stieg, was zu Marktanteilsgewinnen führte.

Und obwohl es ein ziemlich herber Verlust ist, gibt es ein gewisses Potenzial für eine Erholung, vorausgesetzt, Gamestop kann seine anderen Einnahmequellen weiter ausbauen und auch beim Verkauf von Gebrauchtspielen wieder etwas Boden gutmachen. Das wird nicht einfach sein, aber das Weihnachtsgeschäft sollte dabei helfen. Zum Vergleich: Gamestop hat in den Jahren 2014 bis 2017 jedes Jahr einen Nettogewinn von mindestens 350 Millionen US-Dollar erzielt. Das bedeutet also, dass diese Verluste die Zukunft des Unternehmens kurzfristig ziemlich stark belasten werden. Der magere Jahresgewinn von bisher 34 Millionen Dollar ist damit weg, so viel ist sicher.

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Es bleibt abzuwarten, wie die Zukunft des Unternehmens langfristig aussieht, aber die Dinge stehen nicht gut. Da die Einzelhandelsverkäufe langsam an den digitalen Vertrieb verlieren und Gerüchte über einen vollständigen digitalen Vertrieb am Horizont auftauchen, wird das Unternehmen einen gewaltigen Schub brauchen, der vielleicht nicht einmal in den Karten steht.

Gamestop wird stärker auf andere Bereiche seines Geschäftsmodells setzen müssen, um weiter voranzukommen, und da die physischen Verkäufe wohl weiter zurückgehen werden, werden Hardware und Zubehör wahrscheinlich einen noch größeren Teil des Geschäftsmodells ausmachen. Ich würde darauf wetten, dass es in den nächsten Monaten in meinen örtlichen Geschäften noch mehr spielbezogenen Schnickschnack geben wird.

Glaube ich, dass sie sich erholen können? Sicher, aber um langfristig zu überleben, braucht das Unternehmen einen neuen Ansatz, um sich an die Zeit anzupassen. Die berühmt-berüchtigte, wenig hilfreiche Rückgabepolitik könnte durchaus überdacht werden.

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